Jazz Moves Hamburg

Das JAZZ OPEN Hamburg 2026

Festival des Jazz – umsonst und draußen!

Rubrik

Szene

Veröffentlicht

22.08.26

Autor:in

Thomas Schütze

Auch in diesem Sommer findet in „Planten un Blomen“ (Musikpavillon) wieder das Jazz Open Hamburg Festival statt. Es ist bereits die 31igste Ausgabe!

Am 29. und 30. August, jeweils von 15 – 22 Uhr, präsentiert das Jazzbüro Hamburg insgesamt 10 Bands. Vom Duo bis Big Band, von Brass Band bis zum JazzRock Trio ist zu hören und zu erleben, wie reich die klangliche Vielfalt von modernem Jazz sein kann.

Der Verein Jazzbüro Hamburg e.V. hat dieses Jahr eine bunte und qualitativ starke Mischung aus Hamburger Formationen gebucht. Den Auftakt macht am SAMSTAG die queerfeministische Band Sir Bradley (15:00) mit ihrer wilden Mischung aus Modern Jazz, Free, Avantgarde und Indiepop. Das Olesch:Konertz Duo (16:30) stellt anschließend unter Beweis, wie vielseitig Vibraphon und Posaune miteinander sein können. Die einzige auswärtige Formation dieses Jahr ist die prämierte Insomnia Brass Band (18:00) aus Berlin. Das Trio ist für seinen großartigen Ritt durch die unterschiedlichsten Styles bekannt. Zum Abend hin frischt das Trio Cosmic Latte (19:30) auf. Mit ihrem Groove-rockigen Sounds werden sie für den Hauptact des Abends die Bühne anheizen. Die NDR Bigband (21:00) bietet ein neues Programm mit der Vibraphonistin Evi Filippou dar. Die Musik wird ihr Schaffen und die Besonderheit der unterschiedlichen Welten zeigen, die in der Solistin Filippou liegen.

Der SONNTAG wird eröffnet wird mit der Gewinnerformation aus dem Jugend Jazzt 2025. Der junge Pianist Lorant Aktan wird mit dem Aslan Quartett (15:00) zeigen, warum sie die Jury überzeugen konnten. Als Gast wird die Band exklusiv von dem NDR Trompeter Ingolf Burkhardt begleitet. Akustisch überraschend ist das Trio-Ensemble peace (16:00) um den gefeierten Bassisten und Vokalisten Lennart Meyer. Die internationale Band macht Jazz mit brazilianischer und chinesischer Musik, die angereichert durch mehrstimmigen improvisierten Gesang ist. Danach taucht das Festival mit dem Dirk Dhonau Quartett (17:30) um den namensgebenden Schlagzeuger und die bekannte Saxofonistin und Flötistin Anna-Lena Schnabel in expressive Improvisationen und komplexe Kompositionen ein. Zum späten Sonntagnachmittag wird mit dem Michel Schroeder Ensemble (19:00) die zweite Großformation des Festivals im Konzertpavillon Platz nehmen. Die 16-köpfige Besetzung besticht durch ihre besondere Instrumentierung: Gesang, Harfe, Streicher, Percussion und Bläser-Section, nebst einer Rhythmusgruppe. Den glänzenden Abschluss des 2-tägigen Jazz Open Festivals gestaltet das Leandro Saint-Hill Quartett (20:30) mit der großartigen Gastsängerin Myra Maud. Eine erstklassige Besetzung mit Omar Rodríguez Calvo am Bass, Marta Winnitzki am Flügel und Ricardo „Chicho“ Castillo an den Drums und natürlich dem Kopf der Band Leandro Saint-Hill am Saxofon. Der Closing-Act wird mit seiner südamerikanischen und afro-kubanischen Musik das Publikum begeistern und sicherlich viel Sonne in die Herzen der Zuhörer*innen bringen.

Apropos Sonne im Herzen: Die Atmosphäre dieses Festivals ist unübertroffen! Zwischen Bäumen auf Stühlen, Kissen oder Decken lauschen Jazz-Liebhaber und Interessierte den Darbietungen der Bands. Stellvertretend für sehr viele beglückende Momente sei hier nur an jenen Abend erinnert, an dem sich ein jazziger Dialog zwischen dem schwedischen Pianisten Jacob Karlzon und einer Amsel oben auf der Konzertmuschel entfaltete und dieses spontan gebildete „Duo“ das Publikum völlig in seinen Bann zog. Ein wahrhaft berührendes Jazz-Erlebnis!

Zwischen den musikalischen Acts bietet der alljährliche Infostand des Jazzbüro Hamburg zudem eine gute Möglichkeit, sich einen Überblick über die Hamburger Jazz-Szene zu verschaffen. Außerdem wird dort ein wunderschönes Club-T-Shirt für alle Souvenierfans zu einem Solidaritätspreis bereit gehalten. Und auch für das leibliche Wohl ist gut gesorgt.

Spenden

Dass dies alles möglich wird, ist aber nicht nur dem Jazzbüro Hamburg e.V. sondern auch einigen Sponsoren und dem vielen ehrenamtlichen Engagement jazzbegeisterter Hamburger*innen zu verdanken. Doch ohne einen großzügigen unterstützenden Beitrag aller Zuhörer*innen würde es dieses Festival dennoch nicht geben können.

Daher bitten wir Sie um eine Spende, die dies möglich macht: Jetzt hier spenden oder auf unser Bankkonto (IBAN: DE81 2005 0550 1042 1388 32) Danke für Ihre Mithilfe!

Foto: Thomas Panzau

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